Donnerstag, 10. April 2025

Die Legende vom Tränenvogel - Band 1 - Lee Young-Do

Das ist der erste südkoreanische Fantasy-Roman, den ich lese, aber er erinnert mich an einen 1980er Jahre Actionfilm mit Charles Bronson in der Rolle des Waldläufers Bruce Aragorn Willis. Dazu kommt dann noch eine typische High Fantasy Welt, die der Autor und Fantasy-Kenner Yeong-Do Lee gemäß der zahlreichen Vorbilder baut. Darunter fallen Namen wie die Nibelungen Sage, Der Herr der Ringe und Die unendliche Geschichte. Der Plot wiederum hat etwas von einem typischen hard boiled Krimi oder Action-Thriller. 3 Leute sollen 1 Person von a nach b eskortieren und dabei eine Grenzregion durchlaufen. Dabei läuft nicht alles rund und es folgt eine Gewalt-Eskapade nach der anderen, wobei die Helden mal mit mehr, mal mit weniger Aufwand weiter ihren Weg von a nach b laufen. Immer mit dem Ziel, eine sehr vage und nebulöse Mission zu erfüllen, die wohl irgendwas mit Weltrettung oder Veränderung des Status Quo der Zivilisation zu tun hat. Ein wenig erinnert das Ganze an große Videospiele, die heutzutage erscheinen und wo kaum ein Spieler sich ernsthaft für den tiefen Plot interessiert. Im gleichen Atemzug muss man aber festhalten, dass sich "Das Blut der Herzlosen", ein Roman von 2003, ziemlich gut hält. Man könnte auch sagen, der Roman sei zeitlos. Woran liegt das? Zunächst einmal ist da die klare und nüchterne Sprache. Wer poetische, blumige oder märchenhaft träumerische Phantasie erwartet, ist hier komplett falsch. Vielleicht liegt es an Kaygon Draka oder der Autor selbst mochte diesen lakonischen, trockenen Stil im Jahr 2003. Aber gerade durch diese Nüchternheit glänzt der Inhalt richtig, da er alle vertrauten Stereotype, Stoffe und Gewohnheiten auffährt, die ein Fantasy-Leser erwartet: exotisches worldbuilding (der Dschungel von Kiboren ist richtig cool), Gruppierungen mit Missionen, die gegeneinander intrigieren, Attentäter, Mörder, aggressive Kämpfer, seltsam kauzige Gestalten, aberwitziger Anime-Galgen-Humor. Alles dabei und man kommt als Fantasy-Fan voll auf seine Kosten. Lediglich das 'typisch Koreanische' muss man gezielt suchen. Das Nachwort klärt einen über die Dokebis auf, das koreanische Pendant zu unseren westlichen Kobolden, vergleicht die Naga-Gesellschaft im Süden der Welt ein wenig mit der Gesellschaft in Südkorea und macht deutlich, wie wichtig der Tiger als Symbol für Koreaner ist. Als westlicher Fantasy-Leser geht dieser Riesentiger sonst ein bisschen unter bei all den anderen Figuren. Selbst der Fantasy typische Drache mogelt sich irgendwann noch in die Handlung, einfach weil es geht. Während Kaygon Draka, seine beiden Helden-Gefährten und der Plot niemanden hinterm Ofenrohr hervorlocken, sorgen die Naga-Geschwister Ryun Pey und Samo Pey für das eigentliche Highlight. Mehr verrate ich nicht aus Spoiler-Schutz-Gründen. Aber die beiden Charaktere, ihre Gedanken und Handlungen machen den Roman erst so richtig lesenswert. Da es sich aber 'nur' um Teil 1 von insgesamt 4 Romanen handelt, gibt es das typische Fantasy-Problem mit der Exposition. Vielleicht wird die Story in den nächsten 3 Romanen episch und bringt viele wow Momente mit sich. Vielleicht ist es aber auch nur eine 0815 Standard-Geschichte. Von daher verbleibe ich erstmal bei 4 Sternen.


Samstag, 30. November 2024

Reise um die Erde in 80 Tagen - Jules Verne

Der Londoner Kavalier Phileas Fogg wettet am zweiten Oktober 1872 gegen ein paar andere Mitglieder des Reform-Klubs innerhalb von 80 Tagen, also bis zum 21. Dezember, einem Samstag, um 20:45 Uhr wieder in London zu sein. Noch am selben Abend, jenem zweiten Oktober, fährt er mit dem Zug nach Dover. Die einzige Unterstützung, die er dabei hat, kommt von seinem Diener Passepartout, den er just erst an diesem Tag frisch eingestellt hat. Alles weitere an Material und Fahrttickets wird von Phileas Vermögen unterwegs spontan eingekauft. So beginnt eines der berühmtesten Bücher überhaupt. Jedes Kind kennt den Namen, weil es dutzende Filme und andere Anspielungen in der Popkultur gibt. Aber wie gut ist eigentlich das Original? Bislang kannte ich von Jules Verne nur einen meiner absoluten Lieblings-Romane "20.000 Meilen unter dem Meer" mit dem Enigma namens Kapitän Nemo, der an Bord der Nautilus Orgel spielt oder seinen Gefangenen, Professor Arronax und Harpunier Ned Land zwischen Bibliothek, Fenster zum Ozean oder Tauchgängen seine Lebensphilosophie näher bringt. Und dann kenne ich noch "Reise zum Mittelpunkt der Erde" von diversen Verfilmungen her. Meine erste Befürchtung, dass ich mich im Jahr 2024 mit Prosa-Stil von 1872 schwer tun würde, war zum Glück unbegründet. Jules Verne Text ist vom Tonfall her wissenschaftlich-sachlich angehaucht und verwendet gerne entschlackte Sätze, die pragmatisch und dicht geradeaus formuliert sind. Hinzu kommt, dass Verne zumindest in diesem Roman die Handlung mit hoher Beschleunigung voran peitscht. Gefühlt sind die Charaktere alle zwei Kapitel in einem anderen Staat oder sogar Kontinent unterwegs. Auf der einen Seite ist dieser Tapetenwechsel faszinierend, da man andauernd mit neuen Zahlen, Daten und Fakten bombardiert wird. Auf der anderen Seite gibt es kaum einmal Raum zum Durchatmen und Innehalten. Eigentlich fallen mir nur zwei Beispiele ein. Zum einen Passepartouts kleines Abenteuer als Langnasen-Akrobat in Yokohama und die Durchquerung des indischen Dschungels auf einem Elefanten. Hier kommt am ehesten das auf, was man als moderner Leser von einem Roman erwartet: Charaktere, die vor Hürden gestellt werden und im Team arbeiten müssen, wenn sie voran kommen wollen. Und zwischendurch gibt es Widersacher, wie den Detektiv Fix, der der Truppe hinterher reist, weil er den aus seiner Sicht glasklaren Bankräuber Fogg fassen möchte. Soweit ist das alles ganz nett und ich hatte meinen Spaß mit dieser Geschichte. Vor allem auch wegen der fabelhaft illustrierten Ausgabe, die ich lesen durfte. Getrübt wurde das Ganze jedoch durch gleich zwei schwere Probleme, die der Roman meiner Meinung nach hat. Das erste und offensichtliche Problem ist das hohe Tempo. Gefühlt gibt es alle zwei, drei Kapitel immer ein Pseudo-Kapitel, in dem nur Lexikon-Artikel mäßig Faktenwissen  herausposaunt wird. Man erkennt diese Abschnitte, weil dort Charaktere und Handlung kaum noch stattfinden. Beispielsweise befinden sich Phileas Fogg und Passepartout häufig auf Dampfern oder in Zügen und verhalten sich enorm passiv, weil die Handlung meist zwischen Ankunft und Abfahrt zweier Transportmittel spielt und erst dann lebhaft wird, wenn ein Anschluss verpasst wird und Phileas Fogg all sein Geld auf Mensch X oder Sache Y wirft und damit jeweils ein Deux Ex Machina erzeugt, damit die Handlung weiter gehen kann. Jules Verne zählt sogar recht gerne auf, was Fogg alles nicht sieht und womit er nicht interagiert, weil dafür die Zeit fehlt. Nicht nur ein Mal fragte ich mich: Warum dann überhaupt eine Geschichte erzählen? Das zweite Problem ist die Charakter-Entwicklung. Während die beiden Nebencharaktere Passepartout und Detektiv Fix mit all ihren Sorgen und Nöten gut und solide dargestellt sind, bleibt ausgerechnet der vermeintliche Protagonist Phileas Fogg ein langweiliger Schatten jenseits aller Möglichkeiten. Immer ist er ruhig und kühl, zeigt niemals Emotionen, hat immer ein Pokerface, und wenn es Probleme gibt, hilft ihm sein Geld oder der Zufall. Ansonsten spielt er Whist oder isst luxuriöse Mahlzeiten. Das war es. Und die in Indien gerettete, natürlich bildhübsche Frau Auda, hat als weiblicher Charakter des 19. Jhds. keine eigene Agenda. Sie reist als schönes Objekt einfach nur mit und dient am Ende als Heiratsmaterial. Natürlich ohne nachvollziehbare Liebes-Entwicklung zwischen ihr und dem männlichen Protagonisten. Allerdings ist das ein typisches Problem sehr alter Romane und nicht Jules Verne exklusiv. Trotzdem macht es die Situation nicht besser. Am Ende des Tages geht es um die Wette an sich und weniger um die Charaktere. Kann man mögen, ich jedoch habe damit gefremdelt. Dass ich dem Roman trotzdem noch eine vergleichsweise gute Wertung gebe, liegt daran, dass die vielen Ortswechsel, das Faktenwissen und das Tempo für gutes Fast Food sorgen. Eisenbahn, Dampfschiffe, Dschungel mit Elefanten, kleines Segelschiff vor China, Eisenbahn mit Indianer-Überfall in Amerika. Es ist schon abenteuerlich wild, was in so kurzer Zeit alles geschieht. Kein Wunder, dass der Stoff so gern für Film und Fernsehen umgesetzt wird und ein weltbekannter Klassiker ist. Leider merkt man der Vorlage spürbar an, dass sie im Lauf der Zeit stark gealtert ist. Wusstet ihr schon, es gibt jetzt Eisenbahn! Ja, richtig gelesen, und nun unterbrechen wir diesen Text mit Inhalt, um alle Bahnstationen mit Zahlen, Daten und Fakten aufzuzählen. Sowas wie Dialoge und Plot kommen dann erst wieder im nächsten Kapitel. Und sowas Modernes wie innere Monologe eines Herrn Fogg und wie es ihm gefühlsmäßig geht, gibt es nicht. Ein Mann ist und bleibt ein Taschenrechner. Mein Lieblings-Abschnitt ist der USA-Teil, weil er so wild ist wie ein Pen and Paper Abend. Eben sitzt noch ein Mormonen-Priester im Abteil und erzählt religiöse Historie, dann gibt es fast ein Shootout zwischen zwei Egos, als nächstes geschieht ein Indianer-Überfall und Passepartout hangelt sich bei vollem Tempo unterhalb der Waggons zur Lok vor. Man merkt, wo James Bond und co ihre Inspiration her haben. Insgesamt kann ich dem Roman maximal 3/5 Sternen geben.

Donnerstag, 28. November 2024

Meine Stärken und Schwächen beim Zeichnenlernen

Als ich im Januar 2024 nach Ewigkeiten mal wieder einen Bleistift in der Hand hielt, fiel es mir schwer, damit etwas anzufangen. Man ist das Tippen einer Tastatur gewohnt und manchmal nutzt man Füller, Kugelschreiber oder andere Stifte, um sich Notizen zu machen. Beim Bewegungsablauf jedoch hält man den Stift ziemlich weit vorne und macht kleine Bewegungen, um Buchstaben zu formen. Wenn man jedoch klassisch Zeichnen lernt, muss man den Stift in der Mitte oder beim Schraffieren vielleicht sogar noch weiter hinten anfassen. Und dann geht es um lange Linien, um S-Formen, Kurven, Ellipsen und immer wieder Kreise. Wer wie ich vorher noch nie klassisches Training hatte, muss erstmal einen komplett neuen Bewegungsablauf ins muscle memory bekommen. Sehr dabei geholfen hat mir ein mechanical pencil, weil der so leicht ist, und sich wie ein ganz neues, unbekanntes Werkzeug anfühlte. Zumindest in den ersten Monaten. Momentan ist diese fehlende Praxis meine größte Schwäche. Es werden noch tausende Stunden vergehen, ehe Qualität und Strichstärke meiner Linien wirklich flüssig und geschmeidig aufs Blatt kommen. Parallel übe ich auch genau diese Bewegungen mit der Maus am Computer zu zeichnen. Da Linien und Strichstärke nun einmal die Basis von allem sind, sehe ich hier noch mein größtes Potenzial für Verbesserung. Ebenfalls Probleme bereiten mir Proportionen und Perspektive im Raum. Hier geht es aber eher um Mathematik und auswendig lernen und weniger um die Feinmotorik meiner Hand. Das sollte sich durch Wiederholung irgendwann einprägen. Vermutlich muss ich mir auch extra Bücher zum Thema Perspektive kaufen. In Krita kann man perspektivische Gitter einstellen, aber analog muss ich das alles per Hand manuell eintragen, was lästig, aber notwendig erscheint. In 11 Monaten habe ich auch zwei große Stärken entdeckt. Erstens wäre da mein Durchhaltevermögen. Wenngleich alles am Anfang doof aussieht, mache ich weiter brav Übungen und Skizzen. Aber die erfreulichste Entdeckung des Jahres ist, dass ich viel besser beobachten und abzeichnen/ nachzeichnen kann, als bislang gedacht. Es hilft ungemein, wenn ich coole Charaktere aus Anime und Manga abzeichne. Und mir ist aufgefallen, dass ich ein Auge für Licht und Schatten und Stimmmung habe. Mein nächster Schritt wird nun sein, Charakter-Posen in räumlicher Perspektive zu zeichnen.

Samstag, 9. November 2024

Status Update – Zeichnen lernen 2024

Hallo, long time no see!

Ich möchte nicht lange auf meine eigene Gesundheit oder die politische Weltlage eingehen. Lasst mich stattdessen auf ein schönes Thema kommen: Mein Zeichnen lernen Projekt 2024. Eigentlich wollte ich ja bis hierhin diverse Romane gelesen und weiter an meinen Manuskripten geschrieben haben - doch, irgendwie war der Wurm drin. Glücklicherweise habe ich im Laufe des Jahres mechanical pencil, Radiergummi, Buntstifte und nun auch ein sketching set mit ganz hohen B-Werten und sogar Kohlestifte erhalten. Gleichzeitig liefen in letzter Zeit einige erfreulich gute Pen and Paper Kampagnen wie zum Beispiel "Die vergessenen Lande" auf dem youtube Kanal 'BehaartMitBart'. Das hat mich so inspiriert und an ganz klassische Fantasy erinnert, dass ich nun umso eifriger Zeichnen übe, um irgendwann FanArts erstellen zu können. Ich übe gleichzeitig analog (für Hand-Auge-Koordination) als auch mit der Software Krita.

An und für sich würde ich gerne so viel mehr schreiben - zum Beispiel ein paar Zeilen, wie ich mein 'Fasans fabelhaft fabulierter Spooktober' do it yourself Horror-Kurzgeschichten mit Würfeln-Vorlagen erstellen - System hier dauerhaft das ganze Jahr online halten kann. Doch alles zu seiner Zeit. Mir hat es enorm geholfen, mich nicht mehr an langen Foren-Diskussionen zu beteiligen. Aktuell meide ich auch so gut es geht die Nachrichten, weil mich das alles nur noch wahnsinnig macht. Zum Abschluss dieses kleinen, aber feinen Lebenszeichens noch folgende Info mit auf den Weg: Früchtetee aus der Thermoskanne und dazu Shortbread Rings/ Goldringe sind eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität.




Donnerstag, 23. Mai 2024

Erste Schritte mit Krita

Liebes Tagebuch,




heute habe ich ein großes Feufeu entdeckt. Auf meinem Weg zur digitalen Zeichen- und Malherrschaft habe ich einen für mich entscheidenden neuen Schritt gewagt. Ich bin mal ausnahmsweise von Bleistift, Radiergummi und Papier aus der analogen Welt hinüber in die digitale Welt gewechselt. Wer sich die Seite "Zeichnen & Fasan" meines Blogs bereits durchgelesen hat, der weiß, dass ich emsig zeichnen übe. Ob ich gut darin werde, wird ein lang angelegtes soziales Experiment. Testsubjekt Fasan 01 schiebt sich bereits ordentlich Schokolade in den Tank und wuselt sich begeistert durch neue kreative Lande, hehe. Wie es die böse Welt will, habe ich natürlich kein graphic tablet und selbst auf so einen Luxus wie eine funktionierende Maus muss ich verzichten. Selbst wenn ich meine wiederaufladbaren Batterien finden würde, so hätte ich doch nicht mehr genügend funktionierende USB-Anschlüsse an meinem zehn Jahre alten Laptop. Aber er läuft brav und anständig, also wollen wir ihn mal in Ruhe lassen, den alten Haudegen. Onehin erweist es sich endlich mal als nützlich, dass ich mit dem Touchpad vom Laptop umgehen kann. Ich muss allerdings auch sagen, dass Linien zeichnen mit den Fingern etwas anderes ist, als einen Stift zu halten. Jedoch halte ich das alles für eine reine Übungssache. Es fühlt sich für mich genauso natürlich an, eine Kurve mit dem Touchpad zu zeichnen, als würde ich locker einen Druckbleistift halten. Vielleicht lüge ich mir aber auch einfach nur den späten Abend schön. Das ist ja das Schöne an so einem Blog. Hier kann ich schreiben und machen, was ich will. Egal, was der Rest der Menschheit davon hält. Als Software verwende ich den open source raster graphics editor namens Krita. Der Grund isr recht einfach. Gerade als absoluter Grünschnabel gebe ich in den ersten 300h des Trainings gewiss kein teures Geld für noch bessere Software aus. Erstmal will ich Grundlagen verstehen. Wer weiß, wie weit ich mit Krita komme, bevor ich an künstlerisch unbefriedigende Grenzen stoße.

Viel länger möche ich diesen kleinen, heimlichen Eintrag auch gar nicht machen. Die Lesezeit meiner 0,000045% Leser ist mir wichtig. Zumindest möchte ich aus reiner Höflichkeit diese zuvorkommende Fassade aufrecht erhalten. Bevor ich das zweite drollige Linien malen-Testbild zeige (und hoffentlich ein paar Lacher ernte), gebe ich noch einen kurzen Ausblick, was ich demnächst so zeichnen und malen möchte. Auf jeden Fall stehen Mangafiguren aus "Dragonball" auf dem Programm. Dann ein wenig "Der kleine Maulwurf", verschiedene Tierstudien rund um Bären, Leoparden, Fasane, Pferde und so weiter und natürlich die ganzen anatomischen Sachen. Wobei ich noch nicht sagen kann, ob ich wirklich Anfänger-Studien von Händen und Füßen hier auf dem Blog hochladen möchte. Ich habe schon einen gewissen Ehgeiz, dass die Sachen halbwegs cool aussehen sollen. Eine Ausnahme davon sind freilich die humorvollen Übungen, die wenigstens etwas zur allgemeinen Erheiterung beitragen. Selbst wenn das bedeuten sollte, dass ich das nur zu meiner eigenen Belustigung uploade. Aber ich will ja in Monaten oder Jahren sehen, wie weit ich gekommen bin. Also, hier bitteschön, ein zweites Testbild, um herauszufinden, wie man in Krita Linien malt. Ein Angriff der Aliens!





Mittwoch, 22. Mai 2024

Der große Gatsby - F. Scott Fitzgerald

"Auf der dunklen Brücke sank ihr fahles Gesicht müde an meine Schulter, und der sagenhafte Schreck, der mich angesichts der Dreißig befallen hatte, erstarb unter dem tröstlichen Druck ihrer Hand. So fuhren wir durch das kühler werdende Zwielicht weiter auf den Tod zu." (Abschnitt 7, gegen Ende)

Wie so häufig bei Klassikern der Literatur ist auch "Der große Gatsby" ein Name, den man als Leser im Unterbewusstsein drin hat. Und das viele Jahre, bevor man es dann endlich liest. In diesem speziellen Fall weiß ich sogar, dass es zwei Romanverfilmungen gibt. Eine mit Robert Redford, die ich nie gesehen habe und die schick aussieht. Und eine weitere mit Leonardo DiCaprio und dem wunderbaren Song von Lana Del Rey "Young and Beautiful". Ebenfalls sehr schick und ebenfalls nie gesehen. Ich kann dafür nicht einmal einen gehaltvollen Grund angeben, da es schon vorgekommen ist, dass ich erst eine Buchverfilmung gesehen und erst hinterher das entsprechende Buch gelesen habe. Im Fall von "Der Herr der Ringe" war das sogar doppelt belohnend, weil Film und Buch beide von sehr hoher Qualität sind. Aber zurück zu Fitzgerald. Mein erster Berührungspunkt ist eine Anekdote aus Ernest Hemingway's posthum erschienenen Romanfragment "Paris, Ein Fest fürs Leben". Da kommen auch das Ehepaar Francis und Zelda drin vor, allerdings werden sie in keinem guten Licht porträtiert. Aber das war bislang nicht der Grund, der mich vom Lesen abgehalten hat. Ich habe sogar schon seit ein paar Jahren "Zärtlich ist die Nacht" hier in meinem Regal herumliegen und bereits das Nachwort mehrfach gelesen und mich ein wenig mit der Biographie von F. Scott Fitzgerald beschäftigt.

Meine Motivation, "Der große Gatsby" gerade jetzt zu lesen, liegt an zwei Gründen. Erstens: "Moby Dick" und "Der Distelfink" sind solche gigantischen Romane, dass ich die über Monate hinweg immer wieder in Stückchen lese, um sie auch mental verdauen zu können. Da kommt mir ein feiner Kurzroman gerade recht. Zweitens: Meine Ernüchterung beim Lesen von "Dracula" hat mir gezeigt, dass man keine allzu große Hochachtung und Anspannung vor bekannten Namen haben muss. Einfach mit der Brechstange drauf los und reinlesen und am Ende ist es vielleicht sowieso nur mittelmäßig. Das Leben ist kurz, wenn ein Roman nicht zündet, liest man eben was anderes. Und wie fantastisch ist es da bitte, dass "Der große Gatsby" einer von den Ausnahmefällen ist, in denen ein berühmter Titel  sehr gut, wenn nicht sogar überragend gut geschrieben ist?

Der Kurzroman beginnt mit: "Als ich noch jünger und verwundbarer war". Da war mir schon klar, dass das hier entweder ein hochtrabender, prätentiöser Reinfall wird oder eben ein seltener Geniestreich. Zum Glück hat es sich ausnahmsweise mal in den Bereich genialer Text entwickelt. Das wiederum kam für mich aber nicht überraschend, weil in dem fantastischen "Gotham Writer's Workshop" Gatsby aus allen Winkeln analysiert wird. Charaktere, Szenen, Dialoge, Perspektive, selbst die Auswahl des Vokabulars, um diesen malerischen, poetischen, flirrenden 'jazz age' Effekt hinzubekommen, wurde dort Detail für Detail erklärt und veranschaulicht. Gerade, weil es sich um einen Kurzroman handelt, möchte ich niemanden mit zuviel Inhalts-Paraphrasierung langweilen. Nur so viel: Auf 100 Seiten passiert gefühlt mehr, als in zehn anderen Romanen. Damit meine ich nicht nur den Plot an sich oder wie die Charaktere in den dynamischen Szenen agieren. Es geht vor allem um die Atmosphäre, die von spritziger Vitalität mit viel Gold, Silber, Cocktails und Mondschein gegen Ende hin in eine bittere Nostalgie übergeht, dass das alles nur eine Momentaufnahme ist, die bereits in der Vergangenheit liegt. Die Charaktere sind alle um die 30 Jahre alt und doch hat man oft das Gefühl, das Leben sei schon passiert und nur noch eine Erinnerung. Dazu gehört dann folgerichtig dieses bittersweet end. Wenn der Protagonist Nick sich daran macht, von New York abzureisen, wirkt es ein ganz klein bisschen so, als würde er ein goldenes Jahrhundert hinter sich lassen, das außer ihm kaum jemand jemals gesehen und erlebt hat.

Im Übrigen finde ich es erstaunlich, wie hier quasi die Themen aus Groschenromanen und Fernsehschnulzen aufgegriffen werden: Großer Reichtum und Luxus-Immobilien, samt Party und modischer Kleidung. Charaktere, die gekünstelt gelangweilt oder affektiert wirken. Die ganz große unsterbliche Liebe, die größer als das Leben selbst scheint, und ohne die das Leben sinnlos ist. Natürlich auch das Scheitern einer solchen alles überschattenden Liebe. Ein bisschen was Verruchtes mit Fremdgehen und Gewalt, bis hin zu ein paar Todesopfern. Das alles wirkt rein rational betrachtet recht billig, aber wird durch diese geniale Prosa von Fitzgerald auf ein Level der Extraklasse gehoben. Geld, Schönheit, Party, Liebe, Materialismus. Und das alles hübsch aufpoliert. Viel länger hätte die Geschichte gar nicht sein dürfen, dann hätte sie oberflächlich gewirkt. Aber so ist es ein perfekt geschliffener Diamant. Und damit habe ich nach den Sherlock Holmes Kurzgeschichten endlich mal was Leichtes für zwischendurch, was ich Leuten empfehlen kann, die nach Monaten oder Jahren des Nichtlesens wieder ins Lesen reinkommen wollen. Der Clou an der Sache ist dann noch, dass hier auf 100 Seiten gefühlt mehr passiert als anderswo in zehn Romanen. Der große Gatsby bietet sich also geradezu an, dass man ihn alle paar Jahre erneut liest und weitere Details in den kunstvoll gebauten Szenen entdeckt. Vieles, was hier so locker, leicht und lässig erscheint, hat ganz oft einen schmerzvollen Unterton, der etwas nostalgisch und zynisch wirkt und die Lebensfreude und Dekadenz konterkariert. Zurecht einer der ganz großen Klassiker.


Montag, 29. April 2024

Warum man als Leser häufig kaum noch was zu Ende liest

Eigentlich sollte hier an dieser Stelle meine erste Buchrezension auf meinem neuen Blog stehen. Zumindest kann ich erwähnen, dass ich zwischen Yoko Ogawa - "Insel der verlorenen Erinnerung" und Jonathan Swift - "Gullivers Reisen" hin und her jongliere. Und auch das nur, weil ich Mammut-Romane wie  "Moby Dick" und "Der Distelfink" ein wenig auf die hohe Kante gelegt habe. Keine Panik, sowohl Moby als auch der Fink sind mindestens 4 Sterne wert und es würde mich nicht überraschen, wenn ich auf 5 Sterne und all time Favoriten hochgehe. Allerdings bringt mich das gleich zu einem Dilemma, weshalb ich diesen Blogpost schreibe. Im Grunde ist es sogar der eine zentrale Punkt, weshalb ich überhaupt beschlossen habe, nach all der Zeit nochmal einen Blog zu probieren.

Fehlende Konzentration und kurze Aufmerksamkeitsspanne. Beziehungsweise: Ist das überhaupt der Punkt oder bloß ein Trugbild und das wahre Problem ist etwas ganz anderes? Davon bin ich mittlerweile im Jahr 2024 überzeugt.

Man möchte es sich bequem machen und dieses Problem auf 24/7 social media, schlimme politische Weltlage, Klimawandel und Kurzvideos mit getakteten Highlights schieben. Beim aktiven Nachdenken ist mir jedoch aufgefallen, dass man es sich damit zu leicht macht. Es stimmt schon, dass man früher ohne Smartphone, Fernseher und social media vor lauter Langeweile angefangen hat, Bücher zu lesen. Aber hat man deshalb früher besser oder schneller gelesen? Oder gab es nicht da schon Mechanismen, die dazu führten, dass man Buch x zwar schon kannte – in meinem Fall Moby Dick – und trotzdem gefühlt erst mal 20 Jahre lang kein Interesse daran hatte, diesen Roman überhaupt auch nur anzufangen?

Zwei Dinge habe ich als Vielleser festgestellt und teils erst lernen müssen. Erstens: Viele Romane sind für eine bestimmte Lebens-Abschnitts-Phase geschrieben oder verlangen enormes Vorwissen. Wenn man Moby Dick mit 30 Jahren liest, ist das etwas anderes, als wenn man das mit 12 Jahren probiert.  Ein ähnliches Phänomen trifft auf solche Kaliber wie Goethes Faust zu. Klar versteht man die als Teenager nur so zur Hälfte, wenn überhaupt. Als ich letztes Jahr "Ich bin Circe" von Madeline Miller mit Interesse gelesen habe, fiel mir selbst auf, dass mich das Buch so mit 15 bis 19 Jahren gewiss zu Tode gelangweilt hätte. Und einen Roman wie "American Gods" von Neil Gaiman kann man eigentlich nur genießen und wertschätzen, wenn man vorher mindestens zehn bis zwanzig Romane gelesen hat, die nach dem Muster Einleitung -  page turner Hauptteil mit cliffhangern - dramatischer Schluss geschrieben sind. Erst dann beginnt das Interesse für die kleinen Anekdoten abseits der Hauptstraßen und Sehenswürdigkeiten. Wenn es auch mal schön sperrig und schrullig und verwirrend und unnötig kompliziert und vertrackt sein darf. Hauptsache, nicht immer das Gleiche und Bekannte.

Jetzt rühme ich mich schon so lange damit, auf Fernseher und Smartphone zu verzichten oder es auf Sparflamme zu nutzen. Selbst für social media habe ich offline Tage eingerichtet oder bin spätestens zwei Stunden vor der Schlafenszeit offline, damit man bei all den Kriegen und Katastrophen nicht wahnsinnig wird. An und für sich habe ich also genug getan, um meine Aufmerksamkeitsspanne wieder auf normal zu regulieren. Und es stimmt auch, ich habe in den letzten zwei, drei Jahren wieder lange Romane wie "Futu.Re" von Dmitry Glukhovsky (925 Seiten), "Der kleine Freund" von Donna Tartt (779 Seiten) oder "Jonathan Strange & Mr. Norrell" von Susanna Clarke (1051 Seiten) gelesen. Teilweise saß ich da über einen Monat oder länger dran, weil es tatsächlich Zeit dauert, all die Informationen zu verarbeiten. Von fehlender Aufmerksamkeit oder Konzentration kann also gar keine Rede sein. Ich bin sogar dermaßen engagiert, dass ich umfangreiche Rezensionen oder jetzt Blog-Einträge schreibe. Und das alles, weil gute Literatur so viel Wissen gibt und Neugierde verursacht.

Und damit wäre ich beim zweiten Punkt. Diese Erkenntnis ist mir beim Anschauen eines Final Fantasy 7 Rebirth Let's Plays des Youtubers und Streamers Maximilian Dood gekommen. Auch wenn ich da beileibe nicht alles gesehen und vieles übersprungen habe, saß ich doch für etwa 4 oder 5 Wochen da und habe die gesamte Geschichte verfolgt. Verdutzt stellte ich mir in meiner ewigen Dauer-Selbsterkenntnis die Frage, warum ich beim Medium Videospiel gerade so intensiv am Start bin, aber ich lustlos 150 Seiten Text weglese, ohne diverse angefangene Romane jemals fertig zu lesen. War es mangelndes Wissen und falscher Lebensabschnitt? Gewiss nicht. Hatte ich zu wenig Geduld und Konzentration. Ebenfalls nein, die genannten Romane zeigen ja, wie sehr ich in einer Sache involviert sein kann.

Beim Erleben von Final Fantasy 7 ist mir immer wieder durch den Kopf gegangen: Mann, sind die Dialoge und die Charaktere gut geschrieben. Oder: Boah, soviel zu entdecken, so viel Abwechslung in den Orten, den Landschaften. Und dann die Musik: Zehn Stunden und mehr, wobei manche Orte und Kämpfe ihr eigenes Thema erhalten, das nur an dieser Stelle abgespielt wird. Und die anderen 90 Stunden hört man es nicht mehr. Andere Spiele betreiben diesen Aufwand gar nicht. Und dann ist mir ein Licht aufgegangen, weshalb ich viele Fernsehserien nicht mag, warum ich viele Musik-Alben nicht höre oder mir bei Filmen nur einzelne Werke herauspicke wie "Blade Runner 2049" oder "The Revenant", obwohl in den jeweiligen Jahren bestimmt hunderte neue Medien erschienen, die ich allesamt verpasste.

Der Grund dafür ist das Fear of Missing Out Marketing, wonach wirklich jedes Produkt als das neue tolle Meisterwerk beworben wird. Und als Mensch wird man in die Konsumenten-Rolle degradiert und soll schön sein Gehirn ausschalten und einfach alles fressen. Wie früher beim klassischen Fernsehprogramm, wo es irgendwann nicht mehr um den Inhalt ging, sondern um Sendezeiten und Einschaltquoten. Es war egal, was du in diesen drei bis fünf Stunden nach 18 Uhr laufen hattest. Den Betreibern ging es nur darum, dich dazubehalten. 

Warum nur drei Romane in 6 Monaten lesen, wenn man sich auch hetzen und 30 Romane lesen könnte? Ist doch völlig egal, dass man hinterher in einem Test gar nicht mehr erklären könnte, was man da eigentlich gelesen hat und wie das auf einen gewirkt hat und welche tiefergehende Meinung man formulieren könnte. Reinwürgen, rauskotzen, Klappe die nächste. Mir ist es zuerst auf goodreads aufgefallen, dass teilweise die schlechtesten Reviews von Lesern kommen, die zu viel lesen, als dass ihr Gehirn noch eine Chance hätte, mal das Gelesene sacken zu lassen. Ein gut geschriebenes Buch legt man nicht wie fast food zur Seite. Man braucht ein paar Tage, um überhaupt mal wieder ein Interesse für andere Bücher in der Welt zu entwickeln, weil man im Qualitäts-Blues kurz glaubt, man würde nie wieder so etwas erleben und es sei sinnlos, nach "Jonathan Strange & Mr. Norrell" jemals wieder etwas zu lesen.

Gerade bei der Remake-Reihe zu Final Fantasy 7 wurde mir dann aber wieder einmal klar gemacht: Es lohnt sich immer wieder, neuen Dingen von hoher Qualität eine Chance zu geben, und zwar selbst dann, wenn man meint, schon alles gesehen und erlebt zu haben. Der Grund dafür lautet: Die hohe Zahl an Musik-Alben, Filmen, Serien, Videospielen und eben auch Romanen gaukelt einem manchmal eine Hülle und Fülle vor, die so gar nicht existiert. Wenn man nicht den erstbesten mittelmäßigen Kram liest, reduziert sich die Auswahl überraschend deutlich. Und dann kann man dazu übergehen, diese kleinere, aber wie ich finde wahre Zahl an richtig guten Medien zu konsumieren. Ich habe hier zum Beispiel schon vorsorglich "Zeit der Unschuld" liegen und weiß einfach, dass der Roman vom Anlesen her besser ist, als vermutlich alles, was in den letzten 5 Jahren in der Welt veröffentlicht wurde. Es sind Romane von dieser Qualität, die im Grunde hunderte andere Romane obsolet machen und die einem den Mut zur Geduld zurück bringen. Man muss gar nicht zu den Leuten gehören, die tausende Trash-Romane von mittelmäßger bis schlechter Qualität gelesen haben. Man kann alternativ sein Gehirn einschalten und eine feine Vorauswahl treffen. Und die kann man anschließend gemütlich abarbeiten und beim Lesen kommentieren. Zum Beispiel als Lesetagebuch oder wie ich hier als Blog.

Wenn man also fünf bis zehn Romane gleichzeitig liest und keinen davon wirklich durchliest, ist die Chance hoch, dass man keinem dieser Romane eine 10 von 10 oder 5 von 5 Sternchen geben würde. Höchstens eine gute 4 von 5. Und deshalb unterbricht man diese Geschichten. Man hat in der Vergangenheit schon richtige Banger gelesen oder als Filme oder Videospiele konsumiert und verliert die Geduld vor geringerer Qualität, die damit nicht mithalten kann. Gleichzeitig verleiten einen FOMO und Statistiken und Selbst-Optimierung zu falschen Gedanken wie: Ich muss das alles noch nachholen. Aber das ist Unsinn! Und so wie ich im letzten Jahr damit angefangen habe, für gewisse Musiker und deren Alben eine Vorauswahl zu treffen, die ich dann hören kann, so werde ich eine intelligente Vorauswahl-Liste bei Romanen machen und diese dann Stück für Stück lesen. Wenn ich dann meine eigenen Lese-Tagebuch-Einträge und Reviews damit vergleiche, was andere Leser an geistlosen Drei-Satz-Kommentaren ohne vertiefenden Inhalt raushauen, kann ich wenigstens mit der Gewissheit leben, Romane so konsumiert zu haben, wie es ursprünglich mal von Autoren gedacht war: Man beschäftigt sich mit dem Roman, denkt darüber nach, schreibt eigene Gedanken dazu nieder und diskutiert den Roman vielleicht sogar noch mit anderen Lesern, die sich ebenfalls Gedanken während des Lesens und danach gemacht haben. 

Die Legende vom Tränenvogel - Band 1 - Lee Young-Do

Das ist der erste südkoreanische Fantasy-Roman, den ich lese, aber er erinnert mich an einen 1980er Jahre Actionfilm mit Charles Bronson in ...